13. / 14. Februar 2027

Lena Schätte

Autofiktionales Schreiben: Wie man aus seinem Leben Prosa macht

Hamburg

 







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Alexa Hennig von Lange

LENA SCHÄTTE 


ist Schriftstellerin und Literaturvermittlerin. Nachdem sie als Psychiatrie-Krankenschwester im Ruhrgebiet arbeitete, studierte sie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. 


Ihr Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters«, wurde mit dem W. G. Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreis. 2026 gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis. 


Aktuell arbeitet sie an ihrem nächsten Roman, schreibt literarische Essays und begleitet Menschen in ihrem Schreiben.

Foto: Boris Breuer

Autofiktion gehört zu den spannendsten Formen des literarischen Erzählens. Sie beginnt beim eigenen Leben, hört dort aber noch lange nicht auf. Spielerisch werden Erinnerungen verschoben, Figuren erfunden und Zeit verdichtet, sodass sich Stück für Stück die Wirklichkeit in Literatur verwandelt.


Inhalt dieses Seminars ist die Frage, wie wir aus Erlebtem Prosa machen können. Wie wird aus dem eigenen Leben ein Roman? Wie lassen sich die Erinnerungen sinnvoll gestalten, sodass sich daraus ein spannender Text ergibt? Wie entwickelt man aus Erlebnissen einen schlüssigen Plot mit einem gelungenen Spannungsaufbau? 


Damit aus dem Leben ein Roman wird, reicht es nicht, das Leben einfach nachzuerzählen. Vielmehr muss es literarisch gestaltet werden – manches muss man verändern, anderes weglassen und einiges dazudichten. Wobei man eins natürlich nicht aus den Augen lassen darf: Welche Verantwortung tragen wir überhaupt, wenn wir über das Leben schreiben? Welche Geschichten erzählen wir mit, wenn wir unsere eigene erzählen? Und wie können wir eine respektvolle literarische Haltung dazu entwickeln? Und was darf man überhaupt erzählen und was nicht? 


Lena Schätte weiß, wie man Erlebtes in großartige Fiktion verwandelt. Gerade erst hat sie mit dem autofiktionalen Text »Was wir tragen« den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Und auch ihr Roman »Das Schwarz an den Händen meines Vaters« ist autofiktional. In diesem Seminar zeigt Lena Schätte Ihnen, wie Sie aus Ihrem Leben Prosa machen. Anhand spielerischer Schreibübungen werden sich die Teilnehmer*innen, angeleitet durch Lena Schätte, durch die Felder der Biografie und der Erinnerung tasten. Dabei soll jene erzählerische Stimme freigelegt werden, die schon längst in Ihnen schlummert. 


Bitte schicken Sie uns im Vorfeld eine kurze Beschreibung Ihres autofiktionalen Projekts. Diese müssen Sie nicht gleich mit der Bewerbung schicken, sondern Sie können diese noch bis zum 17. Januar 2027 nachreichen. Das muss kein ausgeklügeltes Exposé sein, eine halbe Seite mit Ihrer Idee und dem Stand der Dinge reichen vollkommen aus. Das dient nur dazu, dass Lena Schätte sich auf Sie und Ihre Romanidee einstellen kann. 




ZEIT: 13. bis 14.02.2027, jeweils von 10 bis 18 Uhr

KOSTEN: 309,00 € (inkl. MwSt.)

MAXIMALE TEILNEHMERZAHL: 12

ORT: Nernstweg 32, 22765 Hamburg